Fördermittel und Fördergelder

Eine Exkursion durch den Dschungel von Fördermöglichkeiten

Unter Fördergelder versteht man unter anderem direkte Zuschüsse als Finanzmittel sowie auch Vergünstigungen, die einem Unternehmen oder einer Privatperson zu verschiedenen Anlässen zur Verfügung gestellt werden. Diese staatlichen Zuschüsse dienen nicht nur dem Zweck der Weiterentwicklung eines Betriebes, sondern werden auch zur unternehmerischen Unterstützung bei einer Firmengründung für Einzelpersonen sowie auch für Kleinstunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bereitgestellt. Auch für Hochschulen oder Forschungseinrichtungen stehen diverse Fördermittel bereit.

Fördergelder – also direkte finanzielle Mittel sind jedoch nur eine von vielen Arten, mit denen Unternehmen Unterstützungen erhalten können. Die Art der Finanzierungen und auch die Anbieter sind heutzutage sehr vielfältig. Daher sollten je nach Branche oder Zweck die Voraussetzungen und Bedingungen einer Fördermöglichkeit immer wieder neu geprüft werden. Förderungen oder öffentliche Zuschüsse werden auch als Subventionen bezeichnet. Neben den direkten Zahlungen werden ebenfalls die Möglichkeiten eines zinsgünstigen oder sogar zinsfreien Darlehens, Steuerbegünstigungen und Steuerbefreiungen sowie Bürgschaften zur Verfügung gestellt.

Unter einer Direktsubventionen versteht man einen direkten Zuschuss, der ohne Gegenleistung unter bestimmten Voraussetzungen gewährt wird. Hier wird in einigen Fällen nach der erfolgten Förderung einer Geldleistung auf eine Rückzahlung verzichtet, um beispielsweise dadurch Gründern ihre Planung und Umsetzung der eigenen Existenz zu erleichtern. Indirekte Subventionen sind in der Regel Steuerermäßigungen oder teilweise auch Steuerbefreiungen, die ebenfalls unter bestimmten Voraussetzungen eingeräumt werden. Auch Kreditverbilligungen durch zinsgünstige Darlehen oder mit tilgungsfreien Zeiträumen während der Rückzahlung werden als solche bezeichnet.

Bei fast allen Hausbanken wird bereits während des Gespräches über eine Kreditvergabe der Nachweis nach Sicherheiten in Form von Immobilien, Grundstücken, Aktien oder Lebensversicherungen verlangt. Aus Mangel an diesen Sicherheiten, kann bereits im Vorfeld eine Kreditvergabe scheitern. Damit hier eine Lösung gefunden wird, bieten die Bürgschaftsbanken der Länder ihre Leistungen an. Daher macht in manchen Fällen auch die Form der Förderung durch eine Bürgschaft durchaus Sinn. Es wird hierdurch die Möglichkeit gegeben, bei einer entsprechen Bürgschaftsbank die Sicherheit gegen das Ausfallrisiko der Hausbank zu beantragen.

Die Vergabe einer Bürgschaft bedeutet jedoch nicht, dass der Bürgschaftsnehmer im Falle einer Zahlungsunfähigkeit aus der Verantwortung entlassen ist. Die Bürgschaftsbank übernimmt zwar den Ausfall der Hausbank gegenüber, wird sich jedoch danach an den Gründer wenden, damit sie die Leistungen aus der Bürgschaft wieder zurückfordern kann.

 

Fördermittel
Fördermittel

Gründe für wegweisende Förderprogramme

Die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen sind an dem Wachstum und an der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes stark beteiligt. Innovationen bieten die Chancen auf neue Arbeitsplätze und natürlich auch bessere Steuereinnahmen.

Ziel von staatlichen Förderungen ist daher auch ganz klar die Erschaffung neuer Arbeitsplätze. Das Erreichen dieses Ziel wird demnach auch eine besondere Bedeutung beigemessen. Durch unterschiedliche staatliche Zuschüsse wird Firmengründern bereits während der Startphase der Existenzgründung Hilfe angeboten und gewährt.

Ein häufiges Motiv von Gründern, die Fördergelder beantragen, ist, dass sie ein wirtschaftliches Risiko gleich von Beginn an vermeiden wollen. Selbst ein ausgereifter und durchdachter Businessplan ist kein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Dieses Risiko durch öffentliche Zuschüsse zu minimieren, macht in vielen Fällen durchaus Sinn. Dazu geben die Leistungen der verschiedenen Fördertöpfe und Zuschüsse eine gute Gelegenheit.

Zur Unterstützung bei der Existenzgründung gibt es hier insbesondere Förderdarlehen, rückzahlungsfreie Zuschüsse zum Aufstocken des Eigenkapitals und Bürgschaften. Die KfW bietet auch Förderdarlehen als sogenannte Gründerkredite an. In mehreren Bundesländern wie Hessen, Bayern, NRW und anderen gibt es darüber hinaus auch Beteiligungsgesellschaften und Bürgschaftsbanken, die eine Unternehmensgründung durch Förderungen unterstützen.

Auch Existenzgründer, die aus der Arbeitslosigkeit kommen, haben die Möglichkeit, für die Startphase diese finanzielle Unterstützung zu erhalten und können Fördergelder beantragen. Dieser Gründungszuschuss kann in diesem Fall bei der jeweils zuständigen Agentur für Arbeit beantragt werden und muss in der Regel auch nicht zurückgezahlt werden. Neben bestimmten Voraussetzungen, die zum Erhalt des Zuschusses vorliegen müssen, ist auch eine Vielzahl an Dokumenten einzureichen. Eine ausreichende Recherche darüber kann im Vorfeld sehr hilfreich sein. Bestimmte Förderprogramme und Zuschüsse gibt es auch für Studenten, wissenschaftliche Mitarbeiter und Absolventen von Hochschulen, die eine Selbstständigkeit und Firmengründung in Erwägung ziehen.

In der heutigen Zeit, die einem ständigen Wandel in verschiedenen Bereichen unterliegt, ist es besonders wichtig, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Gerade in Bezug auf die Bereiche der neuen Technologien, des Klimawandels und der Digitalisierung in vielen Lebensbereichen werden hier nachhaltige Lösungen gefordert. Viele Dinge, die es vor einiger Zeit noch gar nicht gab, sind heute alltäglich – können jedoch morgen bereits schon wieder als überholt gelten. Daher gilt es als unerlässlich, in die Forschung und Entwicklung, aber auch in Fachkräfte zu investieren, um hier die Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu erhalten und für ein langfristiges wirtschaftliches Wachstum zu sorgen.

Eine große Bedeutung wird hier unter anderem dem Bereich der erneuerbaren Energie und der dadurch hervorgerufenen Umweltentlastung zugesprochen. Doch auch andere Bereiche sind von neuen Ideen und Erfindungen häufiger betroffen und können von öffentlichen Zuschüssen wie zum Beispiel der Innovationsförderung NRW nur profitieren.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt durch bessere Rahmenbedingungen sowie durch Förderprogramme das Ziel, besonders den Mittelstand bei Digitalisierungen und Innovationen weiter voranzutreiben. Das Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Berufen soll weiter geweckt werden, damit auch in Zukunft für qualifizierten Nachwuchs gesorgt ist. Die verschiedenen Förderprogramme Bund sorgen hier in den unterschiedlichen Bereichen für optimale Unterstützung.

Besser fördern – Mehr bewirken

Bei den wirtschaftlichen und auch unternehmerischen Belangen gibt es die unterschiedlichsten Bedürfnisse, für die Förderungen durch Finanzierungen und Subventionen benötigt und auch angeboten werden. Nicht nur neue Entwicklungen, sondern auch der Ausbau von Produktionsstätten, die Erschließung neuer Märkte, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit, sowie die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen stehen hier unter anderem im Fokus der Aufmerksamkeit.

Die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren findet durch die Innovationsförderung in Form von Zuschüssen eine hilfreiche Begleitung. Am Anfang steht immer eine Idee, doch erst wenn diese in Form von neuen Produkten, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt wurde, erfolgt eine Einführung in den Markt. Auch die Teilnahme an Messen kann durch Zuschüsse gefördert werden, um diesen wichtigen Schritt der Markteinführung positiv zu gestalten. Das häufig notwendig werdende Aufstocken von Personal zum Zwecke dieser Umsetzung, ist auch ein Anlass, Förderangebote zu beantragen und zu nutzen.

Bei all diesen gewerblichen Investitionen unterscheidet man zwischen der regionalen Investitionsförderung für bestimmte Gebiete, der Investitionsförderung für den Mittelstand (vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen) sowie auch für die Förderung zum Zweck der Forschung, Entwicklung oder auch zum Wohl des Umweltschutzes. Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) bietet umfangreiche Hilfe durch Förderungen an. Viele Anliegen werden durch die Einrichtungen Investitionsförderung NRW oder auch Innovationsförderung NRW intensiv unterstützt.

In einigen Branchen herrscht auf dem deutschen, dem europäischen und auch auf dem weltweiten Markt ein sehr großer Wettbewerb. Besonders Klein- und mittelständische Betriebe sind in der Regel stark davon betroffen, da sie oft nicht über die personelle und auch materielle Basis für diesen Wettbewerb auf diesen Märkten verfügen. Um hier Unterstützung und Hilfe zu bieten und die nationale wie auch internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, gibt es für diese Bereiche die Möglichkeit, Fördermittel für Unternehmen zu beanspruchen. Für Unternehmen, die diese Unterstützungen nicht in Anspruch nehmen, kann sich das sehr schnell zu einem Wettbewerbsnachteil herausstellen. Diese Situation kann dann auch ganz zügig zu Personalabbau führen und Arbeitsplätze fallen weg.

Neben einigen anderen Bundesländern bietet auch Nordrhein-Westfalen durch die Förderprogramme NRW ihre Mitwirkung und Unterstützung an. Durch die Investitionsförderung NRW wird besonders der Mittelstand in dieser bestimmten Region stark gefördert. Leider werden viele dieser Angebote, die von Bund und Land zur Verfügung gestellt werden, besonders durch den Mittelstand viel zu selten genutzt. Offensichtlich mangelt es hier an Informationen über die Möglichkeiten als solches. Denn noch immer werden beispielsweise Kredite und Darlehen bei der jeweiligen Hausbank zu weitaus schlechteren Bedingungen beantragt, um finanzielle Mittel zu beschaffen.

Eine großes Spektrum an Förderungsarten

Die besonderen Merkmale findet man nicht nur in der Bezeichnung der Förderungsarten, sondern auch in deren Bedeutung, Voraussetzungen und Richtlinien. Je nach Vorgang wird zwischen Sach-, Personen-, Projekt-, Gebiets- und Mittelstandsförderung unterschieden.

Eine Sachförderung kommt nur bei Verbänden, Trägern der Kinder- und Jugendhilfe oder Vereinen in Betracht. Bei Zuwendungen durch Sachförderungen handelt es sich meist um die Errichtung, Sanierung oder Ausstattung von Räumlichkeiten, die überwiegend dem Personenkreis von Jugendlichen dienen. Doch auch für die Beschaffung von Arbeitsmaterialien, Geräten oder andere Ausrüstungen für Verbands- und Jugendgruppenarbeit können hier Zuschüsse in Form einer Sachförderung gewährt werden.

Für eine Personenförderung kommen hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftler in Frage. Hier spielt weder die Nationalität noch die Fachrichtung eine entscheidende Rolle. Über die Zeit von 12 Monaten wird ein Auslandsaufenthalt sowie eine Integrationsphase an einer deutschen Hochschule finanziert. Während der gesamten Zeit ist der Betreffende als Postdoktorand angestellt.

Unter einer Projektförderung versteht man einen einmaligen Vorgang, der zeitlich begrenzt ist und dazu dient, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Fördermittel in diesem Bereich der Projektförderung werden vergeben, damit zum Beispiel Organisationen Projekte durchführen können. Vor allem Stiftungen sind hier häufig im Spiel, die durch neue Ideen und Impulse staatliche Angebote mit kreativen Anregungen versorgen. Das kann beispielsweise staatliche Jugendhilfen, das Schulsystem oder auch die Versorgung arbeitsloser Menschen betreffen.

Bei der Gebietsförderung kann das Unternehmen einen Antrag auf Förderung für jeden Zweck stellen, der dem Unternehmen zugute kommt. Hier macht es auf jeden Fall Sinn, sich im Vorfeld über eventuell vorhandene, zielgerichtete Gebietsförderung der jeweiligen Regionen zu informieren, die für das Unternehmen in Frage kommen könnte.

Unter dem Begriff der Mittelstandsförderung versteht man alle Anregungen und Maßnahmen, die zur Stärkung der mittleren Schichten beitragen. Es werden hunderte von Förderprogrammen durch Bund, Länder und die EU zur Verfügung gestellt. Das erste Ziel ist hier vor allem, die kleinen und mittleren Unternehmen bei der Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen und den Vorteil der großen Konzerne zu minimieren. Auch steht die hier wieder die Schaffung und Sicherheit von Arbeitsplätzen deutlich im Vordergrund.

Die Wichtigkeit des Mittelstandes wurde in Deutschland schon lange erkannt. Viele dieser Unternehmen gelten in bestimmten Nischen und Bereichen sogar als Marktführer. Eine Definition des Begriffes Mittelstand ist weder im allgemeinen noch im gesetzlichen Bereich fest verankert. Man spricht quantitativ bei kleinen und mittleren Unternehmen von der Größenklasse mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz unter 50 Millionen Euro. Anderen Ausführungen zufolge gelten zum Mittelstand alle Selbständigen in freien Berufen, Handwerksbetriebe oder gewerbliche Betriebe, die weniger als 500 Beschäftigte und einen Umsatz im Jahr von unter 50 Millionen Euro haben.

Zu den zahlenmäßigen Abgrenzungskriterien über den Umsatz und die Beschäftigtenzahl nennt das Institut für Mittelstandsforschung noch weitere Kriterien, die charakteristisch sind:

Die Einheit von Eigentum sowie Haftung und Führung, die Konzernunabhängigkeit des Unternehmens sowie die Verantwortlichkeit des Inhabers für alle Entscheidungen im Unternehmen müssen gegeben sein. Mehr als 98 Prozent aller in Deutschland bestehenden Unternehmen, zählen nach dieser Definition eindeutig zum Mittelstand. Von daher ist die Wichtigkeit der Förderung und Unterstützung des Mittelstandes wohl mehr als deutlich dargestellt. Nicht ohne Grund findet dieses Wort so häufig Anwendung, wenn es um die Wirtschaftspolitik geht.

Für wen stehen Zuwendungen bereit?

Grundsätzlich können alle Angehörigen der freien Berufe, Existenzgründer, bereits bestehende große, kleine und auch mittlere Unternehmen, Vereine und Organisationen, sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen öffentliche Mittel zur Förderung beantragen.

Es ist also nicht nur für große Unternehmen eine Option, Fördertöpfe und Zuschüsse, die je nach Art und Nutzen in Frage kommen, in Anspruch zu nehmen. Es müssen in der Regel bestimmte organisatorische oder persönliche Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählen zum Beispiel bei einer Neugründung die fachliche und auch kaufmännische Qualifikation des Firmengründers. Zu berücksichtigen gilt es bei der Antragstellung auch, ob es sich um ein vom Bund oder Land aufgelegtes Förderprogramm handelt. Zinsgünstige Kredite der KfW zählen zum Beispiel zu den Bundesprogrammen. Diese Anträge können jedoch nicht bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau direkt gestellt, sondern müssen bei einer Bank oder Sparkasse eingereicht werden, die diese dann an die zuständigen Stellen weiterleiten.

Wenn es sich um Programme zur Verbesserung des Arbeitsmarktes handelt, sind es in den meisten Fällen auch Bundesprogramme. Hier kommt dann die Bundesagentur für Arbeit ins Spiel. Für die Antragsannahme und auch als weiterer Ansprechpartner ist dann die jeweils regional zuständige Agentur für Arbeit in der Zuständigkeit. Bei entsprechenden Länderprogrammen von Förderungen fällt dagegen die Zuständigkeit in den Bereich der Ministerien, wie etwa das Wirtschafts-, Forschungs-, Sozial- oder Arbeitsministerium.

Fördermittel für Unternehmen, spezielle Förderprogramme KMU s, oder auch regionale wie zum Beispiel Förderprogramme NRW und die Förderprogramme Bund bieten insgesamt eine große Auswahl an Fördermöglichkeiten.

Das Antragsverfahren und seine Bedingungen

In allen Fällen ist vor einer Antragstellung für eine Förderung zu klären, ob für das entsprechende Projekt überhaupt ein Förderprogramm zur Verfügung steht. Ob dies auf Bundes- oder Landesebene geklärt werden muss, ist vom Einzelfall abhängig. In Nordrhein-Westfalen gibt es beispielsweise die Beratungsförderung NRW, wo man die wichtigen Informationen erhält und viele Fragen im Vorfeld bereits klären kann.

Nicht nur verschiedene Stellen bieten Fördermittel an, es gibt auch die unterschiedlichsten Programme und Förderarten. Bei den Verwendungszwecken geht es von allgemeiner oder regionaler Förderung bis hin zu speziellen Programmen für Innovationen sowie auch die Kostenübernahme von Beraterhonoraren. Es ist oft nicht leicht, hier den Überblick zu bekommen, um die optimalen Förderangebote zu finden. Vor einer Entscheidung, zu welchen vorhandenen Möglichkeiten ein Antragsteller tendiert, staatliche Zuschüsse oder Förderangebote in Anspruch zu nehmen, ist daher eine spezielle Fördermittelberatung durchaus empfehlenswert. Verschiedene Stellen, wie zum Beispiel die Beratungsförderung NRW ist hier unterstützend am Werk.

Das Aufsetzen eines Businessplans ist notwendig, um ein Geschäftsmodell oder Produkt zum einen zu präzisieren, und zum anderen, um die strategischen und wirtschaftlichen Ziele zu definieren. Ein Businessplan beinhaltet auch eine Kapital- und Finanzplanung, die Angaben zur Rentabilität des Unternehmens und auch eine Plan-Gewinn- und Verlustrechnung enthält, sowie auch die Liquiditätsplanung zur Begründung des Kapitalbedarfes. Diese Finanzplanung sollte eine Entwicklung über mehrere Jahre deutlich machen und eventuelle positive und negative Geschäftsentwicklungen darstellen. Ein Businessplan ist erforderlich, wenn öffentliche Fördergelder in Anspruch genommen werden sollen.

Die Vorteile einer qualifizierte Beratung

Zur Bearbeitung eines Antragsverfahrens mit den umfangreichen Bedingungen und Voraussetzungen, können qualifizierte Berater der Person oder dem Unternehmen kompetent zur Seite stehen, da diese meist über die aktuellen Programme informiert sind und das komplette Prozedere von der Antragstellung bis hin zur Bewilligung kennen. Sie unterstützen den Antragsteller bei der Beantragung, bei der Erstellung eines Businessplans und vor allem bei der Wahrung der Fristen. Durch all diese bürokratischen Hürden tun sich viele Unternehmen schwer, ihr Vorhaben inhaltlich und auch fachlich passend zu präsentieren.

Besonders das bereits erwähnte Erstellen eines Businessplans erfordert häufig einen großen Zeitaufwand, welches jedoch mit der Unterstützung des Beraters deutlich schneller geschehen kann. Dies gilt auch für das Ausfüllen der teilweise sehr komplexen Antragsformulare. Ein qualifizierter Berater ist ebenfalls in der Lage, eine neutrale betriebswirtschaftliche Bewertung des Vorhabens abzugeben. Er verfügt häufig über ein gut ausgebautes Netzwerk bis hin zu Forschungseinrichtungen oder Hochschulen, was in einigen Fällen von großem Vorteil sein kann.

Es ist ohne Bedeutung, ob es sich um Zuschüsse für die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit, steuerliche Vergünstigungen, oder Zuwendungen für die Expansion eines Unternehmens handelt, bei der Vergabe von Fördermitteln findet ein ständiger Wandel statt. Viele Fördermaßnahmen sind in der Regel zeitlich und auch geographisch begrenzt.

Die Frage, ob es grundsätzlich einen Zuschuss gibt, ist meist schnell geklärt, doch für die richtige Wahl in der jeweiligen Situation, ist in vielen Fällen eine umfangreiche Recherche nötig. Die Leistungen in Form einer Fördermittelberatung beispielsweise durch die Beratungsförderung NRW gibt hier wichtige Informationen zu diesen Punkten.

Potentialberatung

Mit der Unterstützung des Europäischen Sozialfonds (ESF) fördert das Land Nordrhein-Westfalen die Potentialberatung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU). Es werden ausschließlich Zuschüsse in Form von Beratungen gewährt. Innerhalb von 9 Monaten sollte diese Beratung in einer dafür vorgesehenen Beratungsstelle erfolgen. Wird diese maximal 10 Beratungstage umfassende Leistung nicht ausgeschöpft, kann innerhalb von 36 Monaten die Potentialberatung im Umfang der noch nicht erfolgten Beratungstage durchgeführt werden. Erst nach Ablauf von 3 Jahren kann dann erneut eine Beratung in dieser Form beantragt und gefördert werden.

In diesem Verfahren werden die besonderen Stärken und Schwächen eines Unternehmens ermittelt. Dadurch können je nach Bedarf, Lösungswege und auch Handlungsziele geschaffen werden, die der Verbesserung der Geschäftsprozesse dienen.

Hier steht die Wettbewerbsfähigkeit des jeweiligen Unternehmens im Vordergrund, um diese zu erhöhen und vor allem auch zu sichern. Besonders die kleinen und mittleren Betriebe sind vom dem wirtschaftlichen Wandel stark betroffen und das verlangt eine große Entwicklungsbereitschaft sowie auch ein hohes Maß an Flexibilität. Die Förderprogramme KMU leisten hier durch die Landesregierung schnelle und vor allem auch unbürokratische Hilfe.

Zu dem Kreis der Antragsberechtigten zählen Unternehmen, die mindestens 10 und weniger als 250 Beschäftigte haben und deren Betriebsstätte in Nordrhein-Westfalen ihren Sitz hat. Auch muss das Unternehmen bereits länger als zwei Jahre bestehen und sich zum größten Teil noch im Privatbesitz befinden. Eine weitere Voraussetzung ist, dass der Betrieb mindestens einen sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt.

Die Höhe des Zuschusses beträgt 50 % der tatsächlichen Beratungskosten, jedoch höchstens 500 Euro je Beratungstag, also maximal 5.000 Euro insgesamt. Für den Beratungstag werden 8 Stunden zugrunde gelegt. Es gibt landesweit Regionalagenturen, Einrichtungen der Wirtschaftsförderung sowie Kammern, die hierzu ausreichend Informationen zur Verfügung stellen.

Da Wissen, Fähigkeiten und auch Fertigkeiten der Mitarbeiter mit das größte Kapital eines Unternehmens darstellt, wird bei der Potentialberatung der Fokus auf Teamarbeit gesetzt. Daher werden die Beschäftigten des Betriebes bei der Fördermaßnahme auch mit eingebunden.

Energieberatung Mittelstand

Ein wichtiges Instrument, um in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Informationsdefizite abzubauen ist die Energieberatung. Auch können durch diese Beratungen eigene Energiesparpotenziale erkannt und umgesetzt werden. Hier kann durch eine sparsame Energieverwendung in Unternehmen ein wesentlicher Beitrag zur Energiesicherheit und somit zum Klimaschutz in Deutschland beigetragen werden.

Bei der Dienstleistung einer Energieberatung werden Themen behandelt, wie zum Beispiel Erzeugung von Energie, Speichermöglichkeiten, Transport, Verbrauch, Bereitstellung, Einsparungen, Umwandlung und auch Rückgewinnung von Energie. Es werden auch ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigt.

Zur Antragstellung berechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Angehörige der freien Berufe und auch aus dem sonstigen Dienstleistungsgewerbe mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland. Weiter sollen nur weniger als 250 Mitarbeiter im Betrieb beschäftigt sein und ein Jahresumsatz von 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von 43 Millionen Euro dürfen nicht überschritten werden.

Bei jährlichen Energiekosten von höchstens 10.000 Euro im Jahr, beträgt die Zuwendung für das Unternehmen 80 % der zur Förderung fähigen Beratungskosten, einschließlich der eventuell in Anspruch genommene Umsetzungsberatung – jedoch maximal 1.200 Euro.

Wenn die Energiekosten jährlich über 10.000 Euro liegen, erhält das Unternehmen ebenfalls 80 % der Beratungskosten einschließlich einer Umsetzungsberatung, in diesem Fall sind es maximal 8.000 Euro. Eine weitere Voraussetzung ist auch, dass sowohl die Energieberatung als auch die Umsetzungsbegleitung nur durch einen vom BAFA zugelassenen Energieberater erfolgen darf. Das Unternehmen kann aus diesem in Frage kommenden Beraterkreis dann eine eigene Auswahl treffen.

Grundsätzlich ist vor dem Beginn des Vorhabens, also vor dem Abschluss eines Leistungsvertrags mit dem Energieberater, der Antrag einzureichen. Hierzu gibt es ein Online-Antragsformular, über das die Antragstellung vorgenommen werden kann. Diesem ausgefüllten Antrag ist ein Kostenvoranschlag des Energieberaters beizufügen, aus dem das Beraterhonorar klar hervorgeht.

Durch einen sogenannten Zuwendungsbescheid bewilligt die BAFA dann die Förderung. Nachdem dieser Bescheid eingegangen ist, hat der Antragsteller 11 Monate Zeit, die Beratung in Anspruch zu nehmen. Auch für die Fertigstellung des Abschlussberichtes gilt diese Frist. Im Anschluss daran, spätestens jedoch innerhalb eines Monats, ist der vollständig erstellte Verwendungsnachweis in Form eines elektronischem Formulars der BAFA vorzulegen. Ein systematischer und zielgerichteter Erfahrungsaustausch kann im Rahmen der „Initiative Energieeffizienz-Netzwerke“ für den Antragsteller sehr förderlich sein.

Go-Inno

Eine weitere recht große Herausforderung für kleine und mittlere Unternehmen, stellt die Komplexität des Wirtschaftsgeschehens dar. Hohe Rohstoff- und Materialkosten sowie auch immer schnellere Innovationszyklen sind oft eine große Belastung für diese Unternehmen. Doch genau die Erfüllung dieser Voraussetzungen sind die Erfolgsfaktoren in dem Bereich. Häufig mangelt es auch an personellen Ressourcen und an der nötigen Zeit, um auf dem laufenden Stand dieser Entwicklungen zu sein. Daher ist hier ein hoher Beratungsbedarf vorhanden.

Das BMWi sorgt hier mit dem Programm Go-Inno für Abhilfe und stellt zur Förderung Innovations-Gutscheine aus, die dieses Problem in Angriff nehmen. Diese Gutscheine decken die Hälfte der Kosten, also 50 % für eine externe Beratung ab. Für diese Art der Beratung stehen autorisierte Unternehmen zur Verfügung, die nach sehr strengen Qualitätskriterien durch dem BMWi ausgewählt wurden.

Antragsberechtigt sind selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potential. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses muss das Unternehmen weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigen und der im Vorjahr erzielte Jahresumsatz und auch die Jahresbilanzsumme darf die Grenze von 20 Millionen nicht übersteigen. Die Betriebsstätte oder Niederlassung des Unternehmens muss sich in Deutschland befinden.

Es handelt sich bei dieser Zuwendung um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss, der in Form einer Anteilsfinanzierung gewährt wird. Für jeweils einen Beratertag, der mindestens 8 Stunden umfassen muss, sind zwischen 1 und 100 Euro förderfähig. In diesen Stunden ist bereits der Reiseaufwand sowie auch die Vor- und Nachbereitung der Beratung enthalten.

Es gibt 2 Leistungspakete mit folgenden Kriterien:

Im Leistungspaket 1 sind für eine Analyse des Potentials bis zu 8 Beratertage
vorgesehen. Sofern die Einbeziehung eines sachverständigen Dritten erforderlich ist, können hierfür 2 zusätzliche Beratertage gefördert werden. Die gesamte Analysezeit soll eine Dauer von 3 Monaten nicht überschreiten.

Im Leistungspaket 2 wird eine Vertiefungsberatung angestrebt. Hier werden für die Bearbeitung eines Konzeptes zur Realisierung, bis zu 20 Beratertage gefördert. Falls auch hier die Einbeziehung von einem sachverständigen Dritten notwendig ist, können zu diesem Zweck 5 Beratertage zusätzlich – und für das externe Projektmanagement sogar bis zu 15 Tage zusätzlich gefördert werden. In diesem Paket sollte die Laufzeit der gesamten Beratung ein Jahr nicht überschreiten.

In einem Kalenderjahr kann ein begünstigtes Unternehmen höchstens 5 Innovationsgutscheine in Anspruch nehmen, die einen maximalen Wert von 20.000 Euro nicht übersteigen.

Der Wert des Gutscheines in Höhe von 50 % der Gesamtkosten wird an das Beratungsunternehmen ausgezahlt, sobald der Verwendungsnachweis mit einem positiven Ergebnis geprüft wurde. Diese Förderungsmaßnahmen sind bis zum 31.12.2020 begrenzt. Da hier kein umfangreiches Antragsverfahren erforderlich ist, kann dieser einfache und schnelle Weg zügig in Anspruch genommen werden.

Wipano

WIPANO steht für „Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen“.

Der Schlüssel zu Wachstum, Wohlstand und auch Lebensqualität sind Innovationen durch neue Produkte, neue Dienstleistungen und neue Verfahren, die aus Ideen entstehen und in vielen Bereichen die Welt zum Wohle des Menschen verändern. Zum weiteren Erfolg gehört jedoch auch, dass diese Innovationen möglichst vielen Menschen bekannt und dann auch von ihnen genutzt werden.

Eine weitreichende Nutzung dieses Potentials von gerade kleinen und mittleren Unternehmen steht daher im Vordergrund von WIPANO. Besonders diese Betriebe sind oft sehr kreativ, doch fehlt es an Mitteln, ihr geistiges Eigentum durch ein Patent rechtlich schützen zu lassen. Diese fehlenden Mittel sind zum einen finanzieller Natur oder es herrscht ein Mangel an Wissen über die richtige Vorgehensweise, den Schutz für Ideen und Entwicklungen zu beanspruchen.

Die Gefahr, dass die eigene Innovation als Produkt in einem konkurrierenden Unternehmen auftaucht, ist recht groß. Der Schutz durch eine Patentanmeldung ist daher der beste Weg, dies zu verhindern und die Idee zu schützen und um sie selbst finanziell verwerten zu können. In der Regel ist diese Patentanmeldung jedoch recht kostenintensiv. Daher unterstützt das BMWi im Zuge der WIPANO Patentförderung diese Erfinder durch Zuschüsse bei den entstehenden Kosten mit 50 %. Neben diesen Anmeldekosten eines Patents sind darüber hinaus meist auch Kosten für Beratungsleistungen erforderlich.

Hierbei wird geprüft, ob erstens alle Voraussetzungen für eine Patentanmeldung gegeben sind und zweitens, ob nicht bereits gleiche Konzepte oder Ideen in der Datenbank gespeichert sind. Besonders Gründer haben oft zu Beginn ihrer Tätigkeit nicht die nötigen Mittel, dies alles finanziell zu bewältigen. Daher bietet WIPANO nicht nur die Förderung zu der eigentlichen Patentanmeldung, sondern auch die Beratungsmaßnahmen vor der Anmeldung. Es wird auch eine kompetente Nachbetreuung gewährleistet, die das Ziel der wirtschaftlichen Verwertung des Patents unterstützt.

Es gibt eine Kategorisierung zwischen fünf verschiedenen Leistungspaketen (LP) bei der WIPANO Förderung.

LP 1 = In diesem Leistungspaket erfolgt eine erste und grobe Prüfung, ob für die Erfindung überhaupt eine Patentierung erfolgen kann.

LP 2 = In dieser Stufe kommt es darauf an, ob die Erfindung dem aktuellen technischen Stand und der Verwertbarkeit entspricht. Dazu wird auch eine Kosten-Nutzen-Analyse von WIPANO unterstützt.

LP 3 = Die Hilfe nach der Suche von einem passenden Patentanwalt wird durch das betreuende Beratungsunternehmen ebenfalls gewährt. Unterstützung erfolgt auch bei der Abstimmung einer Strategie und der Kommunikation zwischen dem Unternehmen und dem Anwalt.

LP 4 = Durch die WIPANO Förderung werden ein Teil der Patentanwaltsleistungen sowie die entstehenden Amtskosten übernommen.

LP 5 = In diesem fünften und umfangreichen Paket ist die Überprüfung der Verwertungsmöglichkeiten und auch die Entwicklung einer Verwertungsstrategie enthalten. Ferner können auch weiterführende Aktivitäten wie beispielsweise die Teilnahme an Messen, der Bau eines Prototypen und eine Marken- oder Designanmeldung gefördert werden.

Alle genannten Leistungspakete sind nicht nur für die Anmeldung eines Patents nutzbar, sondern beziehen sich auch auf eine Gebrauchsmuster-Anmeldung.

Go-digital

Gerade in Deutschland gibt es eine stark ausgeprägte Mittelstandkultur, vor der jedoch die fortschreitende Digitalisierung auch keinen Halt macht. Veränderungen bei internen Prozessen in den Unternehmen sind oft sehr nachhaltig, und diese Chancen sollten daher besonders KMU erkennen und nutzen. Durch das Fördermodell go-digital werden den KMU externe Beratungsleistungen, angefangen von der Analyse und Erstberatung bis hin zur Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen geboten. Inhalt sind die folgenden drei Module: IT-Sicherheit, IT-Marketing und digitalisierte Geschäftsprozesse.

In den Bereich der IT-Sicherheit fallen:

IT-Sicherheits-Check
IT-Sicherheitskatalog
IT-Sicherheitsmaßnahmen und -schulungen

Zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen gehören:

Das digitale Dokumentenmanagement
Die digitale Auftrags- und Bestellabwicklung
Der Einsatz eines digitalen Barcodes
Ein digitales Teilemanagement und unter anderem auch die Bearbeitung von Reklamationen

Für das IT-Marketing kommen folgende Punkte in Frage:

Die Gestaltung eines modernen Internetauftritts
Die Gestaltung des online-Verkaufs durch einen Shop
Die Gestaltung sowie optimale Nutzung eines digitalen Marketing-Mix

Damit vor allem die KMU mit den technologischen Entwicklungen und den damit verbundenen digitalisierten Geschäftsvorgängen Schritt halten können, ist das eines der Ziele dieses Modellvorhabens von go-digital. Doch auch der erhöhte Sicherheitsbedarf durch die steigende digitale Vernetzung wird hier nicht außer Betracht gelassen. Mit diesem wirkungsvollen Beitrag des Programms go-digital unterstützt die Bundesregierung einen wichtigen Schritt, besonders KMU in die digitale Welt zu begleiten und auch zu stärken.

Zu den Antragsberechtigten zählen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigen und in dem Jahr vor dem Abschluss, einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von maximal 20 Millionen Euro nachweisen können. Ferner muss es sich um eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland handeln. Die Beratungsleistungen dürfen nur von dazu autorisierten Unternehmen durchgeführt werden. Die in Frage kommenden KMU erhalten eine Erstattung von bis zu 75 % der entstehenden Kosten als Zuschuss.

Zuerst wurde das Modellvorhaben go-digital nur in den Regionen Ruhrgebiet und Sachsen angeboten. Eine Ausweitung auf das gesamte Bundesgebiet ist vorgesehen und in Planung, jedoch ist über den genauen Zeitpunkt noch nichts bekannt.

KMU innovativ

Mit diesem Förderprogramm KMU innovativ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) soll die Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln für diese Unternehmen vereinfacht werden. Auch im Bereich der Forschungen stehen kleine und mittlere Betriebe häufig an erster Stelle der Spitze des technologischen Fortschritts. Hier sind in erster Linie die Medizintechnik, die Biotechnologie, Materialforschung, Produktionstechnologie, Elektroniksysteme, und auch Informations- und Kommunikationstechnologien betroffen.

Gerade im Bereich der Spitzenforschung sind KMU mit neuen Produkten und auch Prozessen die Vorreiter und erhalten dadurch die Chance, auch auf diesem Markt bestehen zu können. Diese kleineren und mittleren Unternehmen sind in der Regel schnell und flexibel. Oft ist gerade in diesen Forschungsfeldern die Schnelligkeit von entscheidender Bedeutung. So kommen beispielsweise im Bereich der Bio- und Nanotechnologien die besten Impulse überwiegend aus mittelständischen Unternehmen.

Ein Vorteil von KMU innovativ stellt sich durch das schnelle Verfahren dar. Eine Bearbeitung des Antrages dauert in der Regel nicht länger als 4 Monate. Auch die vereinfachte Bonitätsprüfung ist ein klarer Pluspunkt, wodurch sich auch kleineren Unternehmen eine Chance für die Förderung bietet. Unzählige kleine Unternehmen aus der Forschung sind noch in der Aufbauphase. Damit auch Spitzenforscher aus diesen Betrieben ihre Ideen verwirklichen können, sind diese einfachen Regeln des Kapitalnachweises hier mit entscheidend.

Im Jahre 2007 ist dieses Förderprogramm an den Start gegangen und ist seitdem auf besonders positive Resonanz gestoßen. Eine sach- und fachgerechte Bewertung hat gezeigt, dass diese Förderung bereits über ganz Deutschland verteilt, von vielen KMU genutzt wird, die Spitzenforschung betreiben wollen. Es gibt zudem ein Beratungstelefon, das über alle wichtigen Fragen rund um dieses Förderungsprogramm KMU innovativ Aufklärung bietet.

Zu den Antragsberechtigten zählen hier KMU, die einschließlich verbundener oder Partnerunternehmen nicht mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen, sowie auch staatliche und nicht staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Verbände, Vereine und andere Organisationen, die sich der Forschung und Entwicklung widmen und ihren Sitz in Deutschland haben.

Hier geleistete Zuwendungen können als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Die maximale Laufzeit einer Förderung beträgt in der Regel 2 Jahre. Die Einbeziehung von Großunternehmen in die Arbeit der Innovationsforen ist erwünscht, doch als Zuwendungsempfänger sind diese komplett ausgeschlossen.

Regionale Wirtschaftsförderprogramme (RWP)

Seit dem 10.07.2015 gibt es das Regionale Wirtschaftsförderprogramm (RWP). Dieses Programm dient zur Förderung und Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Vor allem Vorhaben, durch die neue Dauerarbeitsplätze in strukturschwachen Gebieten geschaffen und gesichert werden, stehen hier im Fokus. Aber auch getroffene Maßnahmen von kleinen und mittleren Unternehmen, zur Schulung, zur Markteinführung innovativer Produkte und zur Humankapitalbildung zählen dazu.

Durch dieses Programm sollen Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich Tourismus) unterstützt werden. Voraussetzung für diese Förderung ist, dass die Vorhaben auch in den ausgewiesenen Fördergebieten durchgeführt werden. Die Zuschüsse werden grundsätzlich ausschließlich für Investitionsvorhaben bewilligt, die in einem Zeitraum von 36 Monaten ausgeführt bzw. durchgeführt werden.

Die für eine Förderung fähigen Vorhaben sind zum Beispiel die Errichtung einer neuen Betriebsstätte (keine reine Betriebsverlagerung), die Erweiterung einer vorhandenen Betriebsstätte, der erstmalige Erwerb auch die erstmalige Errichtung einer Betriebsstätte innerhalb von 60 Monaten nach der Gründung, die Übernahme einer Betriebsstätte, der die Stilllegung droht, die grundlegende Änderung eines Produktionsprozesses in einem bestehenden Betrieb, die Maßnahmen zur Markteinführung innovativer Produkte innerhalb der Gründungsphase (wenn diese vom Unternehmen selbst entwickelt wurden) und die Diversifizierung der Produktion in einer Betriebsstätte von vorher dort nicht hergestellten Produkten.

Bei dieser Förderart handelt es sich um einen Zuschuss, dessen Höhe und Umfang abhängig ist von der Art des Vorhabens, der Größe des Unternehmens und auch dem Investitionsort. Bereits vor Beginn des Vorhabens muss eine Antragstellung mit den entsprechenden Formularen bei der NRW-Bank erfolgen.

Alle genannten Richtlinien dieses Programms gelten bis zum 31.12.2020.

Ein Fazit:

Die Antragstellung und die Bewilligung einer Förderung muss ausschließlich vor dem Start eines Projektes stattfinden. Eine nachträgliche Bewilligung ist in den meisten Fällen ausgeschlossen.

Das Angebot im Dschungel der Fördermöglichkeiten, Maßnahmen und Richtlinien ist immens groß und für viele Unternehmen schlicht undurchschaubar. Neben dem enormen Zeitaufwand, den hier eine Exkursion mit sich bringen würde, ist auch der allgemeine Informationsmangel zu diesen Themen nicht zu unterschätzen.

Viele der KMU scheuen diesen großen Aufwand einer Recherche und sind daher nicht bereit, sich überhaupt mit dem riesigen Markt der öffentlichen und staatlichen Fördermitteln zu beschäftigen. Im Großen und Ganzen kann wirklich nur dazu geraten werden, sich in die Hände von qualifizierten Beratern und Agenturen zu begeben, die sich tagtäglich mit all diesen unterschiedlichen Voraussetzungen und Bestimmungen beschäftigen, und aufgrund ihrer Erfahrungen über einen deutlichen Vorsprung an Wissen auf diesen Gebieten verfügen.

Weitere Informationen finden Sie hier im Bereich Fördermittel.

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